Lourdesgrotte, Antoniuskapelle Weipoldshofen


LOURDESGROTTEN IN OBERSCHWABEN

Oberschwaben ist reich an Lourdesgrotten, die in ganz unterschiedlicher Größe, immer aber mit der "klassischen" Lourdesmadonna (weißes Gewand, blauer, sehr breiter Gürtel), zumeist auch mit einer kleineren Figur der Bernadette Soubirous (in der Tracht, die offensichtlich Hirtenmädchen am Fuße der Pyrenäen getragen haben), zu sehen sind. Die Lourdesmadonnen und die Figuren der Bernadette Soubirous sind meistens aus Gips gefertigt. Auffallend ist, dass das Gesicht der Madonna in vielerlei Varianten zu sehen ist.
Auf dieser Seite werden die Lourdesgrotten abgebildet, die mir auf den E-Bike-Touren oder anderen Touren "begegnen". Ich selbst habe schon ganz früh in meinem Leben eine Lourdesgrotte mit meinen Geschwistern sehr geschätzt. Zugegebenermaßen war diese seinerzeit allerdings für mich weniger ein Ort des Gebets, selbst wenn man wohl immer mit einem Kreuzzeichen und einem "Gelobt sei Jesus Christus" bei der Grotte war. Als Kind war, wohl auch mangels ausgewiesener Spielplätze im Amtzell der 60er-Jahre, der Wald und die Lourdesgrotte im Wald unser Platz zum Spielen und für allerlei nicht immer ganz ungefährliche Abenteuer. Trotz eindringlicher Ermahnung und gar Verboten, auf die Lourdeskapelle zu klettern, konnten wir, damals noch deutlich leichter an Gewicht und beweglicher beim Klettern, der Versuchung nicht widerstehen. Auf einem der nachfolgenden Bilder ist zu sehen, wie sehr sich die leicht gekrümmte, circa vier Meter hohe Rückwand der Grotte auch tatsächlich als Kletterparadies anbot. Erst in späteren Jahren entdeckten wir, dass auch Steine aus der besagten Rückwand herausgebrochen sind. Vermutlich war das Klettern also auch schon früher gefährlich. Aber, es ist alles gut gegangen...
Die meisten Lourdesgrotten sind Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Oftmals war es eine Privatinitiative, die zum Bau der Grotten geführt hat, etwa wenn jemand eine Heilung in Lourdes erfahren hat oder die Wallfahrt in die Pyrenäen zu weit gewesen ist.
Ausgangspunkt der Wallfahrt nach Lourdes und des Erbauens der Lourdeskapellen in mehreren Ländern waren die Erscheinungen der Bernadette Soubirous im Jahre 1858. Vom 11. Februar bis 16. Juli soll im Jahre 1858 der damals 14-jährigen Bernadette Soubirous in der Grotte von Massabielle eine weiß gekleidete und blau gegürtete schöne Dame erschienen sein. Der Dorfpfarrer Dominique Peyramale soll Bernadette aufgefordert haben, die "wunderschöne Dame" nach ihrem Namen zu fragen. Als Antwort überbrachte Bernadette dem Pfarrer, dass die Dame sich als die "Unbefleckte Empfängnis" bezeichnet habe. Während einer der 18 Visionen, so wird berichtet, soll Bernadette eine Quelle freigelegt haben, deren Wasser als heilkräftig gilt. So pilgern bis zum heutigen Tag jährlich bis zu sechs Millionen Menschen nach Lourdes und hoffen, bei einem Bad im Quellwasser von ihrem Leiden erlöst zu werden. Mittlerweile soll es mehr als 7.000 Heilungen gegeben haben. Etwa 70 dieser Heilungen anerkennt die Kirche als Wunder, wiel sie medizinisch nicht erklärbar sind. Die Erscheinungen selbst wurden von der Kirche erst im Jahre 1862 als echt anerkannt. Bernadette Sourbirous starb 21 Jahre nach den Erscheinungen im Jahre 1879 an Knochentuberkulose. Schon im Jahre 1866 trat sie in das Kloster Saint-Gildard der Barmherzigen Schwestern in Nevers ein.
Sie wurde am 8. Dezember 1933, am Hochfest der unbefleckten Empfängnis heilig gesprochen.
Nebenbei sei angemerkt, dass Bernadette als die erste, später heilig gesprochene,  Person gilt, die  fotografiert wurde. Das Foto ist aus dem Jahre 1858.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Bernadette_Soubirous
; https://de.wikipedia.org/wiki/Lourdes; beide Internetquellen am 23.09.2021 entnommen.
Nachfolgend also ein paar Lourdesgrotten aus Oberschwaben. In Bälde wird diese Seite weiter aufgebaut.
Per Klick auf die Ortsnamen können ein paar Fotos und evtl. kurze erklärende Texte zu den Lourdesgrotten angesehen werden.
Ach und noch eins, ganz nebenbei. Im Oberland gibt es wohl kaum jemand, nicht einmals gar frankophile und theologisch gebildete Menschen, die Lourdes so aussprechen würden, wie es der französischen Sprache angemessen ist. Aus dem französischen "Lurd" wird so ein eingedeutsches "Lurdes", wobei korrekterweise das "ou" als "u" gesprochen wird. Allerdings wird aus der Maria, die stets eindeutig als die aus dem französischen Wallfahrtsort erkennbar ist (weißes Gewand, betende Hände, hellblauer breiter Gürteil der fast bis zu den oftmals mit Rosen geschmückten Füßen reicht,  immer mit einem Rosenkranz am rechten Unterarm) doch oftmals eine "Lurdmadonna". Na ja, ist nicht ganz so wichtig!


DEUCHELRIED                 MOLPERTSHAUS                WILLERAZHOFEN               ÜBENDORF               EHRENSBERG               HAIDGAU          

WOLKETSWEILER           AMTZELL          RAVENSBURG          KIßLEGG          OBERREUTE           WOLFEGG/LORETOKAPELLE          

WEITPRECHTS (an der Hauswand Zimmerei Hafner)          WEITPRECHTS (im ehemaligen Pfründnerhaus Franz Xaver Hafner)          RÖTENBACH
         DIETMANNS           MERAZHOFEN          WEIPOLDSHOFEN         

EGLOFS          SCHWEINHAUSEN           ARNACH, Kapellensteige            DIEPOLDSHOFEN, Friedhofskapelle            TANNHEIM, SE Rot-Iller           UMMENDORF, Lourdeskapelle am Kreuzberg           

WALTERSHOFEN          STEINBRONNEN           BAD WURZACH, GOTTESBERG


 

DEUCHELRIED, Lourdesgrotte beim Kreuzweg

Am 8. August 1897 wurde von der damaligen Adlerwirtin Kreszentia Bodenmiller die Lourdesgrotte gestiftet. Diese befindet sich am sogenannten "Grottenbuckel", also am Aufgang des Berges, wenn man Richtung Watt fährt.
Die Marienstatue wurde in der Maier´schen Hofkunsthandlung in München gekauft. Die Grotte selber wurde von dem aus Tettnag stammenden Steinhauermeister Bruder aus Tuffstein geschaffen, der bis vom Bäratal (nahe Beuron an der Donau) hergeschafft wurde. Auch wurde ein Gitter gemacht (Schmiedemeister Merath aus Deuchelried), sowie eine Wasserleitung verlegt. Insgesamt wurden für die Anlage, incl. des zwei Jahre später enstandenen Kreuzweges 6000 Goldmark ausgegeben, was zu dieser Zeit eine enorme Summe darstellte.
Als Witwe vermachte Kreszentia Bodenmiller die Anlage der Kirchengemeinde, die sie bis heute im Mai an jedem Montagabend und von Juni bis September an jedem Sonntagabend mit Gebet füllt. Am Grottenfest tritt sogar immer ein "Grottenchörle" zusammen, das mit einer Abordnung der Musikkapelle und vielen Gläubigen den Gebets-Ort mit Leben und Musik erfüllt.
Quelle: https://www.katholische-kirche-wangen.de/st-petrus-deuchelried/unsere-kirche/kirchengeschichtliches/, 23.09.2021; Autor: Stephan Wiltsche


 
Deuchelried, Lourdesgrotte Deuchelried, Lourdesgrotte Deuchelried, Lourdesgrotte



  MOLPERTSHAUS, Lourdeskapelle als Abschluss des Kreuzwegs

Zur Molpertshauser Lourdeskapelle gibt es eigens einen Stiftungsvertrag des Erbauers dieser Kapelle aus dem Jahr 1888. Nachfolgendes ist im Stiftungsvertrag der Eheleute Sturm festgelegt:
"Der Unterzeichnete und dessen Ehefrau Kreszentia, geb. Hepp, bestimmen hiermit ausdrücklich, daß die von ihnen auf ihrem Hofgut auf Parzelle Nr. 16 erbaute Marienkapelle mit Lourdesgrotte Eigentum des Erbauers bzw. des Hofgutes ist, solange ein Nachkomme von unserem Stamm im Besitz des Hofgutes ist. Sollte das Hofgut durch Kauf oder Tausch in fremde Hände übergehen, so geht die Kapelle samt dem eingefriedeten Platz um dieselbe und der zu derselben führende Weg als Eigentum an die Pfarrgemeinde über. Die Bestimmungen der Stiftung sind folgende: 1. Die Kapelle wurde zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria erbaut. 2. Sie wird dem allgemeinen öffentlichen Besuche gewidmet und es darf niemand, der sie in religiöser Absicht besucht, daran gehindert werden. 3. Alle diejenigen, welche zum Baue beigetragen haben, sei es Handarbeit, Leistung von Fuhrwerk oder Geldbeiträgen sollen an den Gebeten, die in allen Zeiten darin verrichtet werden, den gleichen Anteil haben. Möge die Kapelle für alle Zeiten ein vielbesuchter Gnadenort sein und der Segen des Himmels auf der ganzen Pfarrgemeinde ruhen. Vorstehender Stiftungsvertrag anerkennen und unterzeichnen: Molpertshaus, den 28. Juni 1888 Benedikt Sturm / Kreszentia Sturm".

Mittlerweile ist die Kapelle längst in das Eigentum der Kirchengemeinde St. Katharina Molpertshaus übergegangen. Hin und wieder gibt es in der Kapelle, soweit dies möglich ist, Maiandachten. Zudem wird die Kapelle derzeit von Minika Fink als Mesnerin betreut. Sie und ihr Ehemann Matthias Fink, der auch im Kirchengemeinderat Molpertshaus dabei ist, beziehen die Kapelle zum Beispiel an Weihnachten mit ihrer Familienkrippe und mit besonderer Gestaltung ein.
Erbaut wurde die Marienkapelle mit Lourdesgrotte in Molpertshaus von Franz Xaver Hafner (1853-1935), Zimmermeister und Landwirt aus Weitprechts. Von ihm sind auch die Stationsbilder des ursprünglichen Molpertshauser Kreuzwegs. Allerdings ist von diesen nur noch ein Bild erhalten. Xaver Hafner hat sich allerdings in besonderer Weise als Baumeister von Lourdesgrotten verdient gemacht. Er soll mindestens 33 Lourdesgrotten erbaut haben. So hat er u. a. auch die Kapelle mit Lourdesgrotte in Oberreute, Gemeinde Immenried gebaut.
Literatur: Dietrich Weber, Auf den Spuren des Franz Xaver Hafner (1853-19359, Kapellen, Lourdesgrotten, Heiligenbilder, in: Im Oberland 2012, Heft 2, Seite 36

Molpertshaus, Bernadette Soubirous Molpertshaus, Füße der Lourdesmadonna Molpertshaus, Lourdesmadonna Molpertshaus, Lourdeskapelle Molpertshaus, Holzkreuz in der Lourdesgrotte Molpertshaus, Lourdesgrotte



  WILLERAZHOFEN, Friedhofkapelle mit Lourdesgrotte

Die Friedhofkapelle Willerazhofen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Sie wurde, wie auf dem Kirchenbild zu sehen, quasi an den Chor angelehnt. Im Innern der Kapelle ist die Lourdesgrotte und ein Kruzifix zu sehen. Vermutlich erfolgte der Bau der Friedhofkapelle eher Ende des 19. Jahrhunderts. Die Erscheinungen der Bernadette Soubirous in Lourdes, einem Ort in den französischen Pyrenäen  waren ja erst 1858 und wurden erst 1862 als glaubwürdig anerkannt.

Willerazhofen, Kirche mit Kapellenanbau Willerazhofen, Lourdesgrotte Willerazhofen, Kreuz in der Friedhofkapelle Willerazhofen, Lourdesmadonna mit Bernadette



  ÜBENDORF, kleine Lourdesgrotte in der Wendelinuskapelle


Auch das gibt es in Oberschwaben und zwar mehrfach. In Kapellen, manchmal sogar in Kirchen, wird in eine Nische eine kleine Lourdesgrotte eingebaut. In Übendorf fehlt allerdings eine Statue der heiligen Bernadette Soubirous, wie dies, gerade bei so kleinen Lourdesgrotten immer wieder festzustellen ist. Die Schrift auf dem Sockel der Gipsstatue "N. D. de Lourdes", heißt Notre Dame de Lourdes, also übersetzt: Unsere Dame von Lourdes, wie auch Bernadette die Erscheinung Mariens zunächst als die einer schönen Dame bezeichnet hat. Vermutlich ist das Material der Grotte auch in dieser Kapelle Tuffstein.

Uebendorf_Kapelle Übendorf_Lourdesgrotte Übendorf, Altar mit Lourdesgrotte



  EHRENSBERG, Laurentiuskapelle mit kleiner Lourdesgrotte

Eine sehr kleine Lourdesgrotte ist in der Laurentiuskapelle Ehrensberg, Kirchengemeinde St. Johannes Haisterkirch, anzutreffen. Obwohl die Grotte kaum höher als 1 Meter ist,  gibt es hier neben der  Lourdesmadonna  (N.  D. de  Lourdes) auch eine noch kleinere Figur der Bernadette Soubirous. Vermutlich kam die kleine Lourdesgrotte nach einer Lourdeswallfahrt eines Bewohners oder einer Bewohnerin von Ehrensberg in die Kapelle. Vielleicht ereignete sich bei der vermuteten Lourdeswallfahrt sogar ein (kleines) Heilungswunder. Dabei darf angenommen werden, dass für die Lourdesgrotte eigens eine Nische in die Kapellenwand geschlagen wurde, die dann mit grobem Putz ausgekleidet wurde.

Ehrensberg_Lourdesmadonna und Bernadette Ehrensberg, Lourdesgrotte in der Laurentiuskapelle



  HAIDGAU - Lourdesgrotte im Friedenshain

In der Festschrift anlässlich 150 Jahre eigenständige Pfarrei St. Nikolaus Haidgau sind über die Einweihung des Friedenshains und damit auch der Lourdesgrotte folgende Ausführungen mit Datum vom 5. Oktober 1919 zu lesen: "Ein Sonnentag in trüber Zeit! Verklärt vom herrlichsten Herbstsonnenschein, unter großem Andrang des gläubigen Volkes, fand heute die feierliche Einweihung der neuerrichteten Friedens-Anlage statt. Die ganze Gemeinde, Kollegium, Vereine, die Jugend, Kirchenchor, Musikkapelle, zogen mittags 2 Uhr hinauf zum Friedenspark, der mit 750 Meter Meereshöhe auf dem Bergrücken zwischen den Städten Waldsee und Wurzach, etwas vorgelagert, angesichts des großartigen Alpenpanoramas die ganze Gegend weithin beherrscht. Der neue heilige Hain enthält eine Lourdesgrotte, vom gewandten Meister Hafner aus Weitprechts, selbst Lourdespilger, als seine 33ste erbaut; gekrönt ist dieselbe in der Mitte mit einer Kreuzigungsgruppe mit riesigem Kriegskreuz nebenan. Später, nächstes Jahr schließen sich dann nach oben die 14 Kreuzwegstationen an; der Park hiezu ist schon angelegt. Die Tropfsteine stellte die fürstliche Standesherrschaft in hochherziger Weise zur Verfügung; die Statuen wurden von Bildhauer Lämmle in Neufra, bei Riedlingen, mustergültig hergesteltt. Um die Errichtung der ganzen Anlage machte sich in besonderer Weise Kirchenpfleger Brauchle verdient. Die Einweihung selber verlief programmmäßig. Kirchenchor und Musikkapelle leisteten Vorzügliches. Mächtig rauschte und wogte nach der Bergpredigt das Großer Gott über das weite Tal hin, himmelan! Möge die neue Anlage des heiligen Berges eine reiche Quelle des Trostes werden für das gläubige Volk ringsum. Für alle Opfer an Geld und Arbeit auch an dieser Stelle ein herzliches und aufrichtiges Vergelts Gott - nicht zuletzt den Jungfrauen, die in edlem, verständigem Wetteifer der ganzen Anlage ein prächtiges Festgewand angelegt hatten." 
Mittlerweile ist die Kreuzigungsgruppe und das "riesige" Kriegskreuz nicht mehr erhalten. Der Kreuzweg wurde nicht erstellt, allerdings sind im Friedenshain 14 kleinere Findlinge, jeweils mit einem kleinen Kreuz zu sehen, die quasi die Stationen andeuten sollen. Der Friedenshain und die Lourdesgrotte sind allerdings weiterhin Orte für manche Besucherin und manchen Besucher, um Trost und Zuversicht zu finden, und um den Frieden in der Welt zu beten, wie es der blaue Stein zum Ausdruck bringt.

Haidgau, Friedenshain auf 750 m Höhe Haidgau, Lourdesgrotte Haidgau, Lourdesmadonna Haidgau, Lourdesmadonna Haidgau, Lourdesmadonna Haidgau, Bernadette Soubirous Haidgau, Lourdesgrotte, Inschrift Haidgau, Lourdesgrotte, Friedensstein



 WOLKETSWEILER - Lourdesgrotte in der Andachtsstätte "Föhrenbühl"

Die Andachtsstätte "Föhrenbühl" geht auf Adolf Aich (* 1824 in Rottenburg a. N., + 1909 in Untermarchtal), Pfarrer in Wilhelmskirch von 1874 bis 1904 zurück. Er ist der Gründer der heute meistens als Lourdesgrotte Wolketsweiler bezeichneten Stätte aus dem Jahr 1886.  Adolf Aich gilt auch als Gründer der "Stiftung Liebenau", die aus dem von Aich ins Leben gerufene St.-Johann-Verein im Jahre 1866 hervorgegangen ist. Damals war Aich Kaplan von St. Johann in Tettnang. Später konnte er das "Schlösschen Liebenau" erwerben, wo er eine Klinik für behinderte und benachteiligte Menschen einrichtete.
Die Andachtsstätte "Föhrenbühl", die in dem nur wenige Kilometer von Wilhelmskirch entfernten Ort Wolketsweiler (heute ein Teilort von Horgenzell) liegt, weist neben der Lourdesgrotte eine beeindruckende Ölberggrotte, ein großes Kreuz, ein Grab Christi und einen zum Teil beschädigten und nicht mehr ganz vollständigen Kreuzweg auf. Zudem ist ein Bildstock mit einer dornenkranzbekränzten Jesusfigur zu sehen. Der Kreuzweg Wolketsweiler ist unter dem Link Kreuzweg auf dieser Homepage zu finden.
Die Figur der Muttergottes und die des mit Dornen bekränzten Jesus sind, wie auch die Figurengruppe des Ölbergs, von dem Ravensburger Moriz Schlachter (* 1852, + 1931).  Von ihm bzw. aus seiner Werkstatt ist auch die Ölberggruppe in Molpertshaus.
 
Wolketsweiler, Lourdesgrotte Wolketsweiler, Lourdesgrotte Wolketsweiler, Lourdesgrotte Wolketsweiler, Lourdesgrotte Wolketsweiler, Lourdesgrotte Wolketsweiler, Andachtsstätte, großes Kreuz Wolketsweiler, Andachtsstätte, großes Kreuz Wolketsweiler, Andachtsstätte, Ecce Homo Wolketsweiler, Andachtsstätte, Ecce Homo



  AMTZELL - Lourdesgrotte im Greuter Wald

Vor ziemlich genau 120 Jahren wurde die Amtzeller Lourdesgrotte geweiht. In der Schwäbischen Zeitung Wangen vom 17. Juni 2021 schildert Walther Schmid, Altbürgermeister von Amtzell, die Historie der außergewöhnlich hohen Kapelle, die für den "Webmaster" dieser Homepage ein Kletterparadies in der Kindheit der 60-er-Jahre war (damals gab es das Hinweisschild, das es kein(!) Tummelplatz sei, noch nicht...).
Walther Schmid berichtet: "Die Bäuerin Walburga Ortlieb vom Hof Singenberg östlich des Dorfes Amtzell gelegen, unternahm 1894 per Eisenbahn eine Wallfahrt zum Marienerscheinungsort Lourdes/Südfrankreich, um dort für ihre erkrankte Tochter Katharina zu beten. Bei der Heilung, so versprachen sie und ihr Mann, soll im nahen Greuter Wäldle eine Lourdesgrotte entstehen. Katharina wurde geheilt. Ihr Vater Josef Ortlieb schloss vor dem damaligen Schultheiß Riedesser von Amtzell am 17. Juli 1895 mit der Waldbesitzerin Josefa Kollros vom Weiler Neuhaus einen Vertrag, nachdem diese in diesem Wald eine Betstelle von rund zwei Ar samt Zugang kostenlos auf Dauer zur Verfügung stellte. Die Einweihung der Grotte, die mit Tuffstein aus dem Grenzgebiet zu Waldburg erbaut wurde, fand am 17. Juni 1901, also vor 120 Jahren statt."
Noch heute ist die Lourdesgrotte, vornehmlich in den Monaten Mai und Oktober, ein Ort des Gebets. Der größere Platz mit den Bänken vor der Grotte erlaubt es auch, einer größeren Gläubigenschar dort Andachten zu halten, die immer wieder auch von einer Abordnung der Musikkapelle musikalisch begleitet werden.

Amtzell, Lourdesgrotte Amtzell, Lourdesgrotte Amtzell, Lourdesgrotte Amtzell, Lourdesgrotte Amtzell, Lourdesgrotte Amtzell, Lourdesgrotte Amtzell, Lourdesgrotte, Füße der Madonna Amtzell, Lourdesgrotte, Rückseite



 RAVENSBURG - Lourdesgrotte im Schwarzwäldele

Die Andachtsstätte Schwarzwäldele in Nähe des Ravensburger Hauptfriedhofs zeigt neben dem eindrucksvollen Kreuzweg mit Reliefs von Theodor Schnell (* 1836, + 1909) auch eine Ölbergszene und eine große Lourdesgrotte. Diese wurde schon 1886 eingeweiht. Der Kreuzweg ist unter dem Link Kreuzwege in Oberschwaben auf dieser Homepage zu finden. Die Lourdesgrotte wurde im Jahre 1886 gebaut (siehe Hinweistafel). Offensichtlich erfahren Menschen bis auf den heutigen Tag Hilfe, wenn sie sich bittend an Maria wenden.
Zum Ravensburger Kreuzweg gibt es eine schöne Seite im Internet (https://www.kath-rv.de/fileadmin/benutzerdaten/kath-rv-de/se_mitte/gemeinde_liebfrauen/bilder/Schwarzw%C3%A4ldle/2020/2_kreuzberg.pdf).


Ravensburg, Lourdesgrotte Ravensburg, Lourdesgrotte Ravensburg, Lourdesgrotte Ravensburg, Lourdesgrotte Ravensburg, Lourdesgrotte



 KIßLEGG - Lourdesgrotte bei der Pfarrkirche

Wie in vielen Kirchengemeinden gibt es in Kißlegg eine kleinere Lourdesgrotte auf dem Kirchplatz der Pfarrkirche St. Gallus in Kißlegg. Die Lourdesgrotte ist, aufgenommen Ende September, reich mit Blumenschmuck ausgestattet. Daran kann man erkennen, dass es noch immer viele Menschen gibt, die einen ganz besonderen Bezug zu der "Notre Dame de Lourdes" haben, wie die Lourdesmadonna vielfach genannt wird. Angesichts der Gedenktafel, die etwas versteckt in einer Höhlung der Lourdesgrotte zu entdecken ist, kann vermutet werden, dass die Lourdesgrotte auf Initiative oder gar selbst von Distriktsarzt Dr. Jacob Schneiders gebaut bzw. gestiftet wurde. Die Lebensdaten des Arztes (1858-1909) sprechen für diese Annahme.

Kißlegg, Lourdesgrotte Kißlegg, Lourdesgrotte Kißlegg, Lourdesgrotte  Kißlegg, Lourdesgrotte



Lourdesgrotte in der Kapelle OBERREUTE (zwischen Wiggenreute und Immenried)

Die um 1850 erbaute Kapelle Oberreute wird gar als Lourdeskapelle bezeichnet. Die Lourdesgrotte selbst kam aber vermutlich erst Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Mensa, also den ursprünglichen Altartsich, wie er heute noch zu sehen ist. Auch für Oberreute ist anzunehmen, dass jemand aus dem beschaulichen Weiler in Lourdes Heilung oder wenigstens Linderung seiner Leiden erfahren hat und aufgrund eines Gelübdes die Lourdesgrotte erbauen ließ. Neben der Grotte sind an den Wänden der im Jahre 2006 grundlegend renovierten Kapelle noch  vier Heiligenfiguren zu sehen. Für die Kapelle selbst wird demnächst ein "Kleiner Kapellenführer auf einen Blick" erstellt und auf dieser Homepage eingestellt.

Oberrot, Lourdeskapelle Oberrot, Lourdeskapelle Oberrot, Lourdeskapelle



 Lourdesgrotte in WOLFEGG unterhalb der Loretokapelle

Zur Loretokapelle Wolfegg gelangt man über einen ungeteerten Weg entlang der 14 Kreuzwegstationen. Unmittelbar vor der Loretokapelle geht ein schmaler Weg nach rechts ab, der zur Lourdeskapelle führt. Schon am frühen Morgen brannten bei dieser Lourdesgrotte drei Kerzen, obgleich die Loretokapelle selbst noch verschlossen ist und renoviert wird. So wird deutlich, dass auch die Lourdesgrotte bei der Loretokapelle für viele Menschen ein Ort ist, wo sie zur Ruhe kommen und ihre Anliegen der Muttergottes sagen können.

Lourdesgrotte bei der Loretokapelle Wolfegg Lourdesgrotte bei der Loretokapelle Wolfegg Lourdesgrotte bei der Loretokapelle Wolfegg Lourdesgrotte bei der Loretokapelle Wolfegg



 Lourdesgrotte an der Giebelwand des Hauses Hafner in WEITPRECHTS

An der Giebelwand des Hauses der Zimmerei Hafner in Weitprechts ist zentral eine circa 1 Meter hohe Lourdesgrotte angebracht. Franz Xaver Hafner (1853 bis 1935) aus Weitprechts ist spätestens seit dem Artikel von Dietrich Weber mit dem Titel "Auf den Spuren des Franz Xaver Hafner. - Kapellen, Lourdesgrotten, Heiligenbilder" in der Zeitschrift Im Oberland, 23. Jahrgang, 2012, Heft 2, Seite 31 bis 36 nicht nur als Grottenbauer bekannt. Vermutlich hat also auch Franz Xaver Hafner diese Lourdesgrotte gebaut. Allerdings ist diese auf dem Anwesen der Nachfolger seines Bruders, der ebenfalls Zimmerer war, zu sehen. Die Lourdesgrotte  im Vorgarten des  im Jahre 1905 erbauten Pfründnerhauses von Franz Xaver Hafner  ist weiter unten zu sehen.

Lourdesgrotte Weitprechts, Haus Hafner Lourdesgrotte Weitprechts, Haus Hafner Lourdesgrotte Weitprechts, Haus Hafner



 Lourdesgrotte im Vorgarten des ehemaligen Pfründnerhauses Franz Xaver Hafner
(an der Straße) in WEIPRECHTS

Franz Xaver Hafner (1853 bis 1935) ist wohl der(!) Lourdesgrottenbauer in unserer Region. Zahllose Lourdesgrotten sind von ihm, unter anderem auch die in Haidgau oder in Molpertshaus. Leider ist noch nicht ganz erforscht, welche Lourdesgrotten von dem vielfältig begabten Zimmermeister, der auch gemalt und schon ganz früh fotografiert hat, tatsächlich stammen. Auf dieser Seite sind gewiss noch einige zu finden, die bisher noch nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Die nachfolgende Lourdesgrotte im Vorgarten des ehemaligen Pfründnerhauses Hafner ist allerdings ganz gewiss von ihm erbaut worden.

Lourdesgrotte ehemaliges Pfründnerhaus Hafner Lourdesgrotte ehemaliges Pfründnerhaus Hafner Lourdesgrotte ehemaliges Pfründnerhaus Hafner


 
 Lourdesgrotte RÖTENBACH, etwas versteckt am Weg zum Kindergarten

Eine kleine Lourdesgrotte ist am Weg zum Kindergarten in Rötenbach zu finden. Die sehr gepflegte Lourdesgrotte ist ganz eingewachsen, eine Bank vor der Grotte lädt zum Verweilen ein.

Lourdesgrotte Rötenbach Lourdesgrotte Rötenbach Lourdesgrotte Rötenbach



  Lourdesgrotte DIETMANNS - auf dem Friedhof mit verhülltem Haupt der Madonna

Warum die Lourdesmadonna auf dem Friedhof in Dietmanns ihr Haupt mit dem überwuchernden Efeu verhüllt, entzieht sich der Kenntnis des Fotografen. Selbst mit einigen Verrenkungen konnte der Kopf der Muttergottes nicht ins Bild gebracht werden. Man kann allerdings erahnen, wie dieser aussieht, nachdem auf dieser Seite ja schon einige Lourdesmadonnen abgebildet sind. Diese sind übrigens alle nach dem Vorbild der von Joseph Hugue Fabisch (* 1812, + 1886) gestalteten Marienfigur, vielfach aus Gips, gefertigt. Joseph Hugue Fabisch wiederum hat die Madonna nach Angaben der Bernadette Soubirous in der typischen weißen Kleidung mit dem blauen Gürtel gearbeitet. So gesehen kann man annehmen, dass die Figur der Erscheinung der Bernadette sehr nahe kommt.

Lourdesgrotte Dietmanns Lourdesgrotte Dietmanns Lourdesgrotte Dietmanns Lourdesgrotte Dietmanns



 Lourdesgrotte MERAZHOFEN - in einer Kapelle auf dem Friedhof bei der Grabstätte von Pfarrer Augustinus Hieber

Die Lourdesgrotte Merazhofen ist, im Gegensatz zu den zahlreichen anderen Grotten in der Region Oberschwaben, nicht aus Tuffsteinen, sondern mit Rinden- und Holzstückchen und Wurzeln gebaut. So wurden früher eher Krippenlandschaften gebaut. In der Kapelle selbst liegt ein Anliegenbuch mit zahlreichen Einträgen und Danksagungen auf. 
Die Lourdesmadonna selbst ist allerdings, wie in allen Grotten, in gleicher Weise (weiß gekleidet mit hellblauem breiten Stoffgürtel und Rosenkranz) gearbeitet. Auch die Figur der Bernadette Soubirous ist denen anderer Lourdesgruppen vergleichbar. Fast immer kniet die heilige Bernadette; ihre Kleidung besteht ebenfalls stets neben dem eigentlichen Kleid mit Schürze aus Kopftuch und einem über Kreuz liegenden, manchmal mit einem Muster versehenen Schal, der offensichtlich typisch war für die Kleidung Mitte des 19. Jahrhunderts in Lourdes.

Merazhofen Kapelle mit der Lourdesgrotte Merazhofen Kapelle mit der Lourdesgrotte Merazhofen Kapelle mit der Lourdesgrotte Merazhofen Kapelle mit der Lourdesgrotte Merazhofen Kapelle mit der Lourdesgrotte



  Lourdesgrotte in der Antoniuskapelle WEIPOLDSHOFEN (SE St. Gallus, Leutkirch)

Eine ganz besonders schöne und gepflegte Lourdeskapelle gibt es in der Antoniuskapelle Weipoldshofen, Kirchengemeinde Heggelbach, zu sehen. Die Lourdesgrotte wurde im Jahre 1897 bei einer größeren Renovation und Neugestaltung der Kapelle auf die Altarmensa aufgesetzt. Ganz besonders auffallend ist das Panorama von Lourdes, das im Hintergrund der Lourdesgrotte gemalt ist. Dieses stammt ursprünglich von Johann Nepomuk Göser, einem Onkel des ehemaligen Schulleiters der Schule Willerazhofen, Bernhard Göser, und wurde 1945 (vgl. Signatur rechts unten) von dem Maler und Künstler gemalt. Johann Nepomuk Göser hat auch in der St. Wolfgang-Kapelle Reichenhofen und offensichtlich in Starkenhofen gearbeitet. 2005 wurde das Panorama von Restaurator Erwin Roth aus Ausnang nicht nur "aufgefrischt", sondern quasi neu gemalt. Dabei fällt vor allem die originalgetreue Zeichnung der Basilika von Lourdes auf. Zudem wird mit dem Hügelland deutlich, dass Lourdes in den Ausläufern der Pyrenäen, nahe der spanischen Grenze, liegt.

 Weipoldshofen, Lourdesgrotte Weipoldshofen, Lourdesgrotte Weipoldshofen, Lourdesgrotte Weipoldshofen, Lourdesgrotte Weipoldshofen, Lourdesgrotte Weipoldshofen, Lourdesgrotte
Weipoldshofen, Signatur Johann Nepomuk Göser


 Lourdesgrotte im EGLOFSER TOBEL am Kirchenweg von Eglofstal nach Eglofs


Es ist ein ziemlich steiler Kirchweg, den die Bewohner von Eglofstal einstmals nach Eglofs hinauf zur Kirche angelegt haben. Auf etwa halbem Weg ist ein Wegkreuz mit Bänkchen zum Ausruhen gelegen. Dem Wegkreuz gegenüber ist eine Tafel mit der Aufschrift "Zur Lourdes-Grotte" zu sehen. Nach wenigen Metern ist man schon im Wald bzw. im Wolfegger Tobel und findet die idyllisch gelegene Andachtsstätte. Die Eglofser Grotte wurde, im Gegensatz zu vielen anderen, aus Tuffstein gebauten Erinnerungsstätten an die Marienerscheinungen von Lourdes im Jahre 1858, in den Fels bzw. in die Felsenhöhle der hier anstehende Nagelfluhwand erweitert und mittlerweile vielfach mit Beton und Verputz gesichert. Im Jahre 1912 kam die Idee auf, an dieser Stelle eine Grotte zu bauen.Drei Jahre später wurde diese fertiggestellt und eingeweiht. Es waren 15 Eglofser Bürger, die 1912 eine Wallfahrt unternahmen. Offensichtlich waren sie von der Gnadenstätte in Südfrankreich so sehr fasziniert, dass sie diese quasi auch ins Allgäu holen wollten, wie dies an so vielen Orten geschah. Das Gelände unterhalb des Pfarrhauses wurde von Regina Bader aus Eglofstal zur Verfügung gestellt, Pfarrer und Oberlehrer setzten sich für den Bau ein, sammelten Spenden und forchierten so die Umsetzung der Idee, die mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahre 1914 neuen Auftrieb erfuhr und nun auch von der bürgerlichen Gemeinde mit dem damaligen Bürgermeister Alois Egger unterstützt würde.
Gerade im Krieg war die Lourdesgrotte ein von vielen Menschen besuchter Ort, an dem der Rosenkranz für die gesunde Heimkehr der Soldaten aus Eglofs und Eglofstal gebetet wurde. Noch heute sind Votivtäfelchen an den Wänden der Grotte zu finden, selbst wenn der ganz große Zustrom zur Grotte deutlich nachgelassen hat. 1937 stand eine Renovierung der Anlage an, weitere folgten im Jahre 1962 durch die Katholische Landjugend und 1978 mit tüchtigem Einsatz des Pfarrgemeinderats.Zuletzt wurde mit 10.000 Euro und viel ehrenamtlichem Einsatz und Sachspenden im Jahre 2015 eine Sanierungs- und Sicherungsmaßnahme durchgeführt, Dabei wurde der Platz neu befestigt, zum Teil gepflastert und barrierefrei gestaltet. Zudem kam ein neues Geländer um die Grotte, womit die Gefahr eines Abrutschens in den Eglofser Tobel gebannt war. So hofft nicht nur die nun schon in dritter Generation die Lourdesgrotte betreuende Familie Walser darauf, dass die Anlage wieder sicher ist und für viele Beter und interessierte Besucherinnen und Besucher ein Ort des Innehaltens und der Marienverehrung bleiben wird.
Quelle: u. a. Vera Stiller, Kirchengemeinde saniert Eglofser Kleinod, in: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Wangen, 14. Juli 2015, Seite 17

Lourdesgrotte Eglofs, Anlage Lourdesgrotte Eglofs, Anlage Lourdesgrotte Eglofs, Bernadette Soubirous Lourdesgrotte Eglofs, Lourdesmadonna Lourdesgrotte Eglofs, Lourdesmadonna Lourdesgrotte Eglofs, Gedenktafel Lourdesgrotte Eglofs, Votivbilder


 Lourdesgrotte SCHWEINHAUSEN, oberhalb des Geburtshauses von Bischof Dr. Joannes Baptista Sproll

Die kleine Lourdesgrotte in Schweinhausen, die an dem Fußweg (Kirchenweg) nach Berg liegt, ist nur wenige Meter vom Geburtshaus von Bischof Dr. Joannes Baptista Sproll (*1870, + 1949) entfernt. Dem Buch "200 Jahre Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Schweinhausen" ist zu entnehmen, dass die Lourdesgrotte aus Süßwasser-Kalksteinen ("Katzenköpfe" genannt) zusammengesetzt wurde. Die ursprüngliche Figur der Lourdesmadonna mit der Schrifttafel "Ich bin die unbefleckte Empfängnis" wurde mittlerweile durch eine farbig gefasste Tafel ersetzt, auf der die Lourdesmadonna aufgemalt ist. Die fast immer in Lourdesgrotten ebenfalls anzutreffende Figur der Bernadette Soubirous, der Maria im Jahr 1858 insgesamt 18 Mal erschienen sein soll, ist hier mit einem kleinen Bild, das Bernadette im Ordensgewand zeigt, ersetzt worden.
Interesssant ist im Zusammenhang mit der Lourdesgrotte Schweinhausen, dass diese vom damaligen Kirchenpfleger Karl Sproll, einem Bruder des Bischofs, erstellt wurde und von dem damaligen Pfarrer Dr. Joannes Baptista Sproll im Marienmonat Mai, näherhin am 16. Mai 1910 eingeweiht wurde. In oben genanntem Buch "200 Jahre Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt" ist ein Foto mit der ursprünglichen Marienfigur abgebildet.
Quelle: Kath. Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt Schweinhausen (Hg.), 200 Jahre Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Schweinhausen, Druckwerk Süd, Bad Waldsee 2008, Seite 66

Lourdesgrotte Schweinhausen Lourdesgrotte Schweinhausen Lourdesgrotte Schweinhausen Lourdesgrotte Schweinhausen Lourdesgrotte Schweinhausen Lourdesgrotte Schweinhausen Geburtshaus Joannes Baptista Sproll Gedenktafel Geburtshaus Joannes Baptista Sproll



 Marienkapelle ARNACH (Kapellensteige) mit Lourdesgrotte als Altaraufsatz

Gerhard Reischmann vermutet in seinem Faltblatt zu den Arnacher Kapellen, dass die Marienkapelle an der Kapellensteige Arnach schon recht alt sein könnte. Er gibt an, dass diese vor 1835 erbaut wurde, eventuell schon von Pfarrer Dr. Johann Wilhelm Rom im Jahre 1749. Vermutlich ist die aktuelle Kapelle allerdings eher ein Nachbau. Eigentümer ist jedenfalls Wolfgang Schmid. Die Kapelle weist neben zwei Figuren neueren Datums, eine Herz-Jesu-Figur auf der linken Altarseite und eine Marienfigur auf der rechten Seite eine Lourdesgrotte als Altarersatz auf. Es ist keine Signatur zu erkennen. Nachdem aber Franz Xaver Hafner (*1853, + 1935), der äußerst fleißige Erbauer von Altären, aber auch von Lourdesgrotten, sowohl im nahe gelegenen Geboldingen, als auch, so jedenfalls ist zu vermuten, in der Kapelle Humberg gearbeitet hat, darf angenommen werden, dass auch diese Lourdesgrotte von ihm stammt.
Quelle: Radtouren zu den Kapellen der Pfarrei Arnach, entnommen: https://redaktionsbuero-reischmann.de/wp-content/uploads/2020/06/Faltblatt_Radtouren-Arnacher-Kapellen.pdf, 04.11.2021

Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle Arnach, Lourdeskapelle  Arnach, Lourdeskapelle



 DIEPOLDSHOFEN - Friedhofskapelle mit Lourdesgrotte

In sieben Kapellen auf dem Gebiet der Stadt Leutkirch (Diepoldshofen, Weipoldshofen, Merazhofen, Herbrazhofen, Hünlishofen, Krankenhauskapelle Leutkirch, Willerazhofen) ist anstelle eines Altars eine Lourdesgrotte aufgebaut. In der Freidhofskapelle von Diepoldshofen ist eine geradezu imposante Grotte zu sehen, die etwa durch ein Modell der Kathedrale von Lourdes oberhalb der Grotte und durch Wandbilder, die die Landschaft um Lourdes quasi durch spitzbogige Fenster zeigen, ergänzt wird und so sich deutlich von anderen Kapellen mit Lourdesgrotten unterscheidet (allerdings zeigt Weipoldshofen ein besonders gelungenes Panoramabild mit der Kahtedrale und der Umgebung von Lourdes).
Die Friedhofskapelle von Diepoldshofen wurde 1887 in neugotischem Stil gebaut. Neben der imposanten und exakt in die Architektur der Kapelle eingebauten Lourdesgrotte sind die dem Jugendstil gemäße Bemalung, die Konstruktion und Gestaltung der Holzdecke und die Wandbilder der heiligen Anna neben der Urmutter Eva, des heiligen Joachim neben dem Patriarchen Abraham besonders hervorzuheben.

Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Ansicht Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Lourdesgrotte  Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Lourdesgrotte Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Lourdesmadonna Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Lourdesmadonna Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Bernadette Soubirous Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Ansicht Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Ansicht Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Ansicht  Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Fenster Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Fenster Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Anna und Eva Diepoldshofen, Friedhofskapelle, Joachim und Abraham 



  TANNHEIM, Kirchengemeinde St. Martin, Seelsorgeeinheit Rot - Iller, Dekanat Biberach

Mit Tannheim überschreiten wir nicht nur die Kreisgrenze, sondern auch die Dekanatsgrenze, bleiben aber in der Tradtion der Lourdesgrotten, die offensichtlich weit über unsere (das ist in diesem Fall das Dekanat Allgäu-Oberschwaben) Region hinausreicht. Warum auch nicht, hat doch die Begeisterung für die Lourdeswallfahrten Ende des 19. Jahrhunderts nach 1858 mindestens ganz Europa ergriffen. So gibt es auch in Tannheim eine sehr schön gepflegte Lourdesgrotte am Weg zum Friedhof der Pfarrgemeinde.
Die Geschichte der Tannheimer Lourdesgrotte wird an dieser Stelle aus dem Wikipedia-Artikel (Quellangabe siehe unten) wörtlich übernommen: " Die Mariengrotte wurde ursprünglich unter Pfarrer Jacob Braun im ehemaligen Beinhaus eingerichtet. Aufgrund einer Erweiterung des Friedhofs im Jahr 1938 wurde die Lourdesgrotte an ihren heutigen Platz verlegt. Ein Bauer stellte zu diesem Zweck den nahe gelegenen Berghang zur Verfügung. Von einem Maurermeister sowie einem Tannheimer Bürger wurde unter Verwendung alter Grabsteine die heutige Lourdesgrotte errichtet. Zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges fanden ab Herbst 1944 allabendliche Bittgänge zur Grotte statt, um für ein baldiges Kriegsende sowie um Verschonung des Heimatortes zu beten. Als gegen Kriegsende Tannheim, wegen der Nähe zu Memmingen, seines Bahnhofes und des Illerwerkes II Tannheim, immer mehr durch Luftangriffe gefährdet war, befahl Pfarrer Hugo Farny (1934–1961) das Dorf dem Schutz Mariens an und gelobte, bei Verschonung alljährlich eine Prozession zur Lourdesgrotte abzuhalten. Da Tannheim vom Krieg weitestgehend verschont wurde, wird seither das Skapulierfest im Juli als Tannheimer Fest abgehalten um das Gelöbnis zu erfüllen."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lourdesgrotte_(Tannheim), 05.11.2021

Tannheim, Lourdesgrotte, Anlage Tannheim, Lourdesgrotte, Anlage Tannheim, Lourdesgrotte, Anlage Tannheim, Lourdesgrotte, Madonna Tannheim, Lourdesgrotte, Madonna Tannheim, Lourdesgrotte, Madonna Tannheim, Lourdesgrotte, Votivtafeln Tannheim, Lourdesgrotte, Gedenktafel Pfarrer Farny



 UMMENDORF, Lourdeskapelle am Kreuzberg

Auch das gibt es. Zum Zeitpunkt der eigentlich geplanten Fotoaufnahmen der Lourdeskapelle am Kreuzberg in Ummendorf waren die beiden "Protagonistinnen" der Lourdeskapelle, nämlich die Lourdesmadonna und die Seherin Bernadette Soubirous gerade bei einer Renovation aushäusig. Allerdings gilbt es von dem rührigen Förderverein Kreuzberg Ummendorf e. V. auch zur Lourdesgrotte Informationen. Diese ist wohl eine der jüngsten weit und breit. Jedenfalls gibt es den Eintrag, dass die Lourdeskapelle erst 1987 im Rahmen eines Gottesdienstes dort ausgestellt wurde, wo die "ehemalige Geburtsgrotte" über viele Jahre hinweg zu sehen war. Die Einweihung der Lourdesgrotte fand im Rahmen einer Wort-Gottes-Feier im August 1987 statt. Die renovierten Figuren der Madonna und der Bernadette werden hier veröffentlicht, sobald ein weiterer Besuch des Kreuzbergs mit den neu renovierten Figuren bekrönt wird.
Quelle:
https://www.kreuzberg-ummendorf.de/05.11.2021

Kreuzberg Ummendorf, leere Lourdesgrotte Kreuzberg Ummendorf, leere Lourdesgrotte


Madonna ist coming home... Kaum waren die Fotos, die auf die Restaurierung der Lourdesmadonna und der Bernadette hinweisen, aufgenommen und an dieser Stelle veröffentlicht, kamen die Figuren mit denen der Geburtsgrotte schon wieder heim. Diese Rückkehr, also so etwas wie "Madona is coming home", hat die Vorsitzende des Fördervereins Kreuzberg Ummendorf e. V., Christa Hiller, im Bild festgehalten und soll an dieser Stelle veröffentlicht werden. Besonders erfreut zeigte sie sich, dass bei der Rückkehr auch Martin Mayer, ehemals Schulseelsorger am Bischof-Sproll-Bildungszentrum (in rotem Anorak) mit dabei war.

Rückkehr der Lourdesmadonna Rückkehr der Lourdesmadonna Rückkehr der Lourdesmadonna
Rückkehr der Lourdesmadonna Rückkehr der Lourdesmadonna

... und nun also doch noch ein paar Eindrücke von der Lourdesgrotte am Fuße des Kreuzbergs Ummendorf

Die Figuren in der kleine Lourdesgrotte am Fuße des Ummendorf Kreuzbergs sind ganz neu renoviert (November 2021). Besonders auffallend an der Grotte sind die in der aus Tuffstein gebauten Grotte eingestreuten Obsidiane, also die schwarz glänzenden vulkanischen Gesteine. Vermutlich stammen diese scharfkantigen Steine aus Lipari, einer Insel der Inselgruppe der Liparischen Inseln im Norden Siziliens. Ansonsten gibt es in Europa nur noch wenige Orte, wo man Obsidiane (chemisch übrigens dem Bimsstein sehr verwandt) finden kann.

Ummendorf, Lourdesgrotte am Kreuzberg Ummendorf, Lourdesgrotte am Kreuzberg Ummendorf, Lourdesgrotte am Kreuzberg Ummendorf, Lourdesgrotte am Kreuzberg



 WALTERSHOFEN - Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna


Unterhalb der Pfarrkirche von Waltershofen, Seelsorgeeinheit Kißlegg, liegt, ein wenig verborgen an der Straße, die Lourdesgrotte von Waltershofen. Kurios an der Grotte ist, dass diese keine Lourdes-Madonna, sondern eine Fatima-Madonna beherbergt. Diese ist offensichtlich in den Jahren 1955/56 in die Lourdesgrotte, vermutlich als Ersatz für eine beschädigte oder entwendete Lourdes-Madonna gekommen. Die 1,20 m hohe Figur ist aus Beton gearbeitet. Im Jahre 2010 wurde die Figur von der Kißlegger Kirchenmalermeisterin Ruth Welte restauriert und neu gefasst. Eine Spenderin aus Waltershofen, die nicht genannt werden wollte, hat die Renovation der Statue ermöglicht. Nun ist diese allerdings eindeutig als Fatima-Madonna in der typischen Gebetshaltung, den Rosenkranz zentral haltend, auf einer Wolke stehend, mit dem weißen Umhang und goldener Verzierung "bekleidet" zu erkennen. Der für eine Lourdes-Madonna typische Gürtel fehlt völlig. Dies alles tut der Andacht an der Lourdes-/Fatima-Grotte offensichtlich keinerlei Abbruch!
Die Fatima-Verehrung beginnt mit den Erscheinungen Mariens im portugiesischen Fatima am 13. Mai 1917. Damals soll Maria den drei Hirtenkindern Lúcia dos Santos (*1907, + 2005) und Jacinta (*1910, + 1920, verstarb an den Folgen der Spanischen Grippe) und Francisco Marto (*1908, + 1919, verstarb an der Spanischen Grippe) erschienen sein. Jeden 13. des Monats, so die Überlieferung, wiederholten sich die Erscheinungen bis zum 13. Oktober des Jahres, als diese mit einem "Sonnenwunder" endeten.
Bekannt wurden die Ereignisse vor allem durch die drei "Geheimnisse von Fatima", deren letztes erst im Jahre 2000 veröffentlicht wurde. Im ersten Geheimnis, so wird angenommen, hat Maria den Geschwistern Jacinta und Francisco angekündigt, dass sie schon bald in den Himmel kommen werden, zudem gewährte Maria den Hirtenkindern einen Blick in die Hölle. Im zweiten Geheimnis wurde das Ende des Ersten Weltkriegs vorausgesagt, allerdings auch ein möglicher Zweiter Weltkrieg angekündigt. Das dritte, lange Zeit geheim gehaltene Geheimnis soll das Attentat auf Papst Johannes Paul II am 13. Mai 1981 (also genau 64 Jahre nach der ersten Erscheinung) vorausgesehen haben. Die Kugel, die seinerzeit beinahe den Heiligen Vater getötet hätte, wurde später vergoldet und in die Krone der Marienstatue in Fatima eingearbeitet.
Waltershofen, Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna Waltershofen, Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna Waltershofen, Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna Waltershofen, Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna Waltershofen, Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna, Kreuz Waltershofen, Lourdesgrotte mit Fatima-Madonna, Kirche



 STEINBRONNEN, Seelsorgeeinheit Bad Saulgau, Dekanat Biberach,  Lourdesgrotte in der Andachtsstätte

Die Lourdesgrotte von Steinbronnen, Seelsorgeeinheit Bad Saulgau, liegt in einer parkähnlich angelegten Andachtsstätte. Wie aus der Homepage der Seelsorgeeinheit zu entnehmen ist, liegt die Grotte in einer früheren Nagelfluh-Kiesgrube, in der eine Quelle entspringt, die dem Ort den Namen "Steinbronnen" gab. Ein ehemaliger Seelsorger von Steinbronnen, Pfarrer Fiesel, ließ die Gebetsstätte nach seiner Lourdeswallfahrt im Jahr 1900 errichten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden tatsächlich zahlreiche Lourdesgrotten gebaut. Die Begeisterung für den Wallfahrtsort im Süden Frankreichs hat dazu geführt, dass man diesen Ort quasi nach Hause holen wollte. Zudem wurden die Lourdesgrotten wohl auch als religiöser Protest gegen die Anfeindungen in der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts verstanden, die ihren Höhepunkt politisch in den vom damaligen Ministerpräsidenten Otto von Bischmarck initiierten Kulturkampf fand. Des Weiteren, so wird immer wieder angemerkt, hätte auch die relativ günstige Herstellung der aus Gips gefertigten typischen Lourdes-Madonna den großen Zuspruch befördert. So sind auch die Figuren in Steinbronnen, die Lourdes-Madonna und die Figur der Bernadette Soubirous denen in Lourdes nachgemacht. Alle Lourdesmadonnen sind nach dem selben Typus gearbeitet. Diesen hatte im Jahre 1863 nach Gesprächen mit Bernadette Soubirous Joseph-Hugues Fabisch (*1812, + 1886) geschaffen. Die Statue wurde im folgenden Jahr offiziell geweiht und in der Grotte von Massabielle aufgestellt.
Neben der Lourdesgrotte sind in der Steinbronner Andachtsstätte noch Figuren von Antonius von Padua und von dem Kapuzierbruder Konrad von Parzham aufgestellt. Zudem ist ganz links in einer Nische eine Pietà aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Der heilige Kapuzinerbruder Konrad von Parzham (*1818, + 1894) war die meiste Zeit seines Lebens Klosterpförtner des Kapuzinerklosters St. Anna in  Altötting, wo er sich 41 Jahre lang um die Anliegen der Armen, Wallfahrter, Wanderburschen und vor allem auch der Kinder kümmerte. Sein Festtag ist der 21. April. Er wird als Patron der Pförtner, der kathlischen Burschenvereine und in allerlei Nöten angerufen.
Zur Anlage in Steinbronnen gehört auch eine moderne Kapelle mit Ausstattungsgegenständen des 19. Jahrhunderts. Beim auf der linken Seite der Anlage sich befinden Brunnen, aus dem Wasser der Quelle von Steinbronnen fließt, steht in französischer Sprache: "Allez boire de la fontaine und vous y laver" und das Datum 25. Fevrier 1858. Offensichtlich ist dieses Zitat der Bernadette Soubirous zugesprochen worden, die am 11. Februar 1858, also zwei Wochen vor dem genannten Datum, die erste Erscheinung hatte. Übersetzt heißt der Text: "Geh zum Brunnen/zur Quelle, trinke und wasche dich/wascht euch dort".
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph-Hugues_Fabisch, 12.11.2021
https://kath-kirche-badsaulgau.de/steinbronnen-lourdesgrotte, 12.11.2021
Inga Dammer, Birgit Adam, Das große Heiligenlexikon, Seehamer Verlag Weyarn, 1999, Seite 188

Steinbronnen, Lourdesgrotte, Anlage Steinbronnen, Lourdesgrotte, Anlage Steinbronnen, Lourdesgrotte, Anlage   Steinbronnen, Lourdesgrotte, Lourdes-Madonna Steinbronnen, Lourdesgrotte, Lourdes-Madonna Steinbronnen, Lourdesgrotte, Lourdes-Madonna Steinbronnen, Lourdesgrotte, Lourdes-Madonna Steinbronnen, Lourdesgrotte, Bernadette Steinbronnen, Lourdesgrotte, Pietà Steinbronnen, Lourdesgrotte, Konrad Steinbronnen, Lourdesgrotte, Antonius Steinbronnen, Lourdesgrotte, Erinnerungstafel Steinbronnen, Lourdesgrotte, Allez boire...



  BAD WURZACH GOTTESBERG - Lourdesgrotte in der rechten Seitenkapelle

Die Wallfahrtskirche auf dem Wurzacher Gottesberg hat eigentlich gar keinen eigenen Namen. Vielmehr wird diese einfach als "Gottesberg" bezeichnet, was ja gewiss an Bedeutsamkeit kaum zu überbieten ist. Die wechselvolle Geschichte des Gottesbergs wird unter anderem im Kirchenführer dargestellt. Dabei sind die Jahre 1764 und 1921 von ganz besonderer Bedeutung. Im Jahre 1764 kamen drei paulanerbrüder aus Rettenberg bei Obergünzburg auf den Gottesberg und begründeten so die Tadition der Paulanerbrüder, die mit der Säkularisation unterbrochen und letztlich mit dem Tod des letzten Paulanerbruders im Jahre 1835 beendet wurde. Seit 1806 war nun der Gottesberg also Eigentum des Hauses Waldburg-Zeil. 1912 wurde dann der Gottesberg von Fürst Georg Max von Waldburg-Zeil an die Pfarrgemeinde St. Verena  übereignet. Am 14. September 1921 übernahmen Salvatorianerpatres die Wallfahrts-Seelsorge. Im Jahr 1924 wurde das Salvatorkolleg Bad Wurzach im Wurzacher Schloss mit zunächst 24 Schülern gegründet. 1928 wurde das erste Heilig-Blut-Fest gefeiert. Die Tradition der Salvatorianerpatres auf dem Gottesberg hält bis in unsere Zeit an.
Die Lourdes-Grotte in der Wallfahrtskirche Gottesberg wurde am 15. August 1886, also am Gedenktag Mariä Himmelfahrt, bedediziert, also geweiht.
In der Seitenkapelle, in der die Grotte zu sehen ist, sind auch einige Votivtäfelchen und ein Mariengebet zu finden.

Gottesberg_Lourdesgrotte_rechte_Seitenkapelle Gottesberg Lourdesgrotte, Maria Gottesberg Lourdesgrotte, Maria Gottesberg Lourdesgrotte, Maria Gottesberg, Lourdesgrotte, Bernadette Gottesberg, Lourdeskapelle, Füße mit Rosen Gottesberg, Lourdesgrotte, Votivtafel Gottesberg, Lourdesgrotte, Votivtafel Gottesberg, Lourdesgrotte, Gebet